Hinterhornbach

Weg zur Schönecker Scharte begehbar gemacht

Vor sechs Jahren wies Hubert Baumgartner, Vorsitzender der Sektion Donauwörth des Deutschen Alpenvereins (DAV), auf den desolaten Zustand des Wegs zur Schönecker Scharte im Arbeitsgebiet Hinterhornbach in Tirol hin. "Jetzt ist dieser Weg dank des ehrenamtlichen Arbeitseinsatzes von 57 Personen, die über 4.000 Arbeitsstunden leisteten, wieder problemlos begehbar", teilt Vorsitzender Stefan Leinfelder mit.

Donauwörth (ma) - Vor sechs Jahren wies Hubert Baumgartner, Vorsitzender der Sektion Donauwörth des Deutschen Alpenvereins (DAV), auf den desolaten Zustand des Wegs zur Schönecker Scharte im Arbeitsgebiet Hinterhornbach in Tirol hin, wo man insgesamt drei Wege betreut. "Jetzt ist dieser Weg Nr. 432, der Übergang von Hinterhornbach zur Hermann-von-Barth-Hütte, ein steiler und feuchter Waldaufstieg, dank des ehrenamtlichen Arbeitseinsatzes von 57 Personen, die über 4.000 Arbeitsstunden leisteten, wie-der problemlos begehbar", teilt Vorsitzender Stefan Leinfelder dankbar mit.

Die Kosten für diesen Wegebau waren enorm: 106.000 Euro. "Dieses Vorhaben unter Regie der Wegebaureferenten Helmut Lutzenberger (bis 2003) und Gerhard Wiedenmann konnte finanziell nur bewältigt werden, weil wir 71.000 Euro an Eigenleistung verbuchen konnten. Dankbar sind wir unseren 1.450 Mitgliedern für die Mitgliedsbeiträge, den Spendern und speziell in diesem Fall dem 'Mutterverein DAV' sowie dem Land Tirol", erklärt Vorstand Leinfelder.

Nach der ersten Planungs- und Vorbereitungsphase im Jahr 2001 leisteten 23 Alpenvereinsmitglieder im Jahr 2002 bereits 500 Arbeitsstunden. Dann ging es weiter: Mit dem Hubschrauber wurden Bretter, Holz- und Eisenpfähle auf den Berg geflogen. Man zimmerte eine massive hölzerne Brücke über den Birkentalbach, einem wegen des zuweilen schnell ansteigenden Wasserpegels recht problematischen Gebirgsbachs, und verbaute im Gelände neue Stufen und Längsträger, um ein weiteres Abrutschen des Erdreichs zu verhindern. Die investierte Zeit: 1.700 Arbeitsstunden.

"Erfreulicherweise hat die Birkentalbrücke die Schneeschmelze unversehrt überstanden", schrieb Wegebaureferent Gerhard Wiedenmann in seinem Bericht im DAV-Heft 2005. Er freute sich aber auch darüber, dass man nunmehr insgesamt 450 Stufen eingebaut hatte und dass man eine kleine Brücke "in der Hinteren Rinne" reparieren konnte. Im folgenden Jahr 2005 berichtete Vorsitzender Hubert Baumgartner davon, dass beim Wegebauprojekt "Schönecker Scharte" 25 Personen 750 Stunden ehrenamtlich tätig gewesen seien. Man erfuhr auch, dass die Arbeit der Donauwörther Mit-glieder des Alpenvereins von Wanderern geschätzt wird: "Wir begegneten bei unserem Arbeitseinsatz im September zahlreichen Wanderern, die sich lobend über den Zustand des Weges äußerten."

Auf zwei massiven Felsblöcken

Im Jahr 2006 waren sechs Arbeitsfahrten eingeplant. Neben aufwendigen Mäharbeiten galt es, verschüttete Stufen freizulegen und neue Stufen und Längsträger einzubauen. Heuer nun, im Jahr 2007 war es soweit: Man konstruierte im Jothawerk eine 7,50 Meter lange, leichte Aluminiumbrücke, die aus zwei Trägern, dem Boden-Riffelblech und einem Geländer besteht. Sie liegt auf zwei massiven Felsblöcken auf.

"Alle diese Wegebauarbeiten sind oft recht schwierig und durchaus nicht ungefährlich, und wir sind jedes Mal froh, wenn keine Unfälle passieren", so Stefan Leinfelder.