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Hochtourengehen

Hoch hinaus

Die ersten Hochtouren-Erstbesteigungen in Regionen über 3.000m wurden in der  zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unternommen. Eckpfeiler sind die Erstbesteigung des Ankogels (3.262 m) im Jahr 1762, die des Mont Blanc (4.810 m) 1786, des Großglockners (3.798 m) im Jahr 1800 und des Ortlers (3.905 m) vier Jahre später.

Hochtouren kombinieren Abenteuer, Naturerlebnis und Teamgeist, sie gehen hoch hinaus und stellen eine Steigerung des Bergsteigens dar. Hochtourengehen heißt Unterwegssein in der Nivalzone und damit zumeist im ewigen Eis.

Hochtourengehen ist anspruchsvoll und erfordert Vorbereitung. Neben Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, sowie Erfahrung in Bewegungstechnik und Orientierung kommen Herausforderungen wie "dünne Luft" und kalte Temperaturen hinzu.

 

EXPEDITION · 10 HOCHTOURENEMPFEHLUNGEN DES DAVS · AUSRÜSTUNG · NATURSCHUTZ · DAV DON


Hochtouren / High Alpine Tours

Eine Hochtour ist eine Bergtour, die sich in der Höhenstufe ganzjähriger Eisbedeckung zwischen 3.000m und 7.000m stattfindet.

Klassische Hochtouren erfordern oft das Beherrschen größerer technischer Schwierigkeiten im Fels- und Eisklettern sowie dem Mixed-Klettern in kombiniertem Gelände aus Fels und Eis.

Wobei der Begriff "Hochtour" aus dem Alpenraum stammt, wo ab einer Höhe ab 3.000m viele Berge zumindest teilweise vergletschert sind.

In anderen Gebieten der Erde kann der Begriff irreführend sein: So sind in vielen außeralpinen Gebieten, etwa in den Polarregionen, schon deutlich niedrigere Berge vergletschert. Andererseits liegen die Gipfel deutlich höherer Berge in den Tropen nicht immer in der nivalen Zone. Deshalb kann deren Besteigung nicht automatisch als Hochtour bezeichnet werden.

Auch wenn sie manche der Besonderheiten von Hochtouren, wie etwa das Erfordernis einer gewissen Höhenakklimatisation mit diesen teilen.

Jebel Toubkal1

Höhenbergsteigen

Unter Höhenbergsteigen wird Bergsteigen ab 7.000m in einem Gebirge, wie z. B. in den Anden oder Himalaja verstanden.

Es erfordert Akklimatisation (Erhöhung der Anzahl roter Blutkörperchen um mehr Sauerstoff transportieren zu können) an die entsprechende Höhe. Dadurch wird das verringerte Sauerstoffangebot kompensiert. Nur so kann bei der vermehrten körperlichen Belastung und Anstrengung  die Gefahr von Ödemen (Lungenödem und Hirnödem) weitestgehend vermieden werden.

Expedition

Charakterisiert werden Expedtionen nicht nur durch die Höhe, sondern auch durch große Entfernung zur Zivilisation und  fehlender Infrastruktur wie Straßen, Krankenhäuser und Unterkünfte.

Erforscht und Betreten wird Neuland oder nur selten besuchte Orte.

Expeditionsbergsteigen

Expeditionsbergsteigen ist das Unterwegssein im Hochgebirge ab 7.000m mit Expeditionscharakter.

Davon zu unterscheiden ist Trekking – beim Trekking bewegt man sich zwar auch in der Hochgebirgswelt unterschiedlichster Kontinente, allerdings immer im Bergwandergelände.

Todeszone

Der Begriff Todeszone wurde von dem Expeditionsarzt der Schweizer Everest-Expedition von 1952 geprägt und bezeichnet den Aufenthalt in Höhen oberhalb von 7.000m. Das ist die ungefähre Grenze, oberhalb der ein optimal akklimatisierter Mensch sich auch ohne weitere körperliche Anstrengungen nicht mehr regenerieren kann.

Häufig wird als Todeszone auch erst die Region oberhalb von 8.000m bezeichnet, in der bei mehr als 48 Stunden Aufenthalt ein Überleben extrem unwahrscheinlich ist.

 

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Naturschutz

Beim Hochtourengehen werden besonders sensible, lebensfeindliche Berggebiete berührt.

Zum Schutz der vorkommenden, hoch angepassten Flora und Fauna sollte jegliche Einwirkung durch den Menschen so gering wie möglich sein. Im Sinne der „leave-no-trace“-Philosophie wird alles, was mit auf den Berg genommen wurde, auch wieder mit ins Tal gebracht.

aktion saubere berge

Aktion "Saubere Berge"

Die Sensibilisierung für eigenverantworliche Müllvermeidung- und entsorgung gilt für alle Regionen der Erde.

Im Alpen- und Mittelgebirgsraum hat der DAV die Aktion "Saubere Berge" gestartet. In den Alpenvereinshütten wurden praktische – leuchtend rote - Abfalltütenspender montiert.

Bei Bedarf können sich die Gäste hieraus eine Abfalltüte nehmen, um ihren Müll wieder mit nach Hause zu nehmen - oder auch das ein oder andere Papier am Wegesrand einzustecken. Die Abfalltüten basieren auf Maisstärke und sind zu 100% kompostierbar.


Ausrüstung

Zur Grundausrüstung gehören

  • Klettergurt
  • Seil
  • Steigeisen
  • Pickel
  • Gletscherbrille
  • Kletter(steig)helm / Steinschlaghelm
  • stabilie Bergschuhe mit rutschfester Profilsohle
  • dem Wetter angepasste Kleidung
  • ausreichend Verpflegung
  • nötigenfalls Klettersteig-, Felskletter- und/oder Gletscherausrüstung
  • aufgeladenes Mobiltelefon (Notruf 112)
  • Erste-Hilfe-Set / Notfallausrüstung
  • Rettungsdecke/Biwaksack
  • ggf. Stirnlampe (vor allem auf längeren Touren)
 

Alpine Gefahren

Bei der Vorbereitung und Durchführung von Hochtouren sind Einschätzung und Kenntnisse der alpinen Gefahren und speziell im Winter der Lawinengefahr unabdingbar.

Empfehlungen Hochtour

Hochtouren bieten Naturerlebnis, Gemeinschaft und Abenteuer. Die Empfehlungen dienen dazu, den alpinen Gefahren wirkungsvoll zu begegnen.

►10 Hochtourenempfehlungen des DAVs

Schwierigkeitsskala

Die Berg- und Hochtourenskala des SACs (Schweizer Alpen-Clubs) wurde speziell für hochalpine Fels- und Eistouren entwickelt.

►Schwierigkeitsskala Hochtour

Übrigens

Auf der Plattform alpenvereinaktiv.com sind weltweit über 40.000 Tourenvorschläge und -beschreibungen zu finden.

Es kann nach Bergtouren, sowie nach den eigenen Wünschen und Anforderungen gefiltert werden.

 


Hochtouren beim DAV Donauwörth

Hochtouren sind ein fester Bestandteiles unseres Programmes, sowie der Tour des Monats. Wir bieten Kurse zu den Themen Hochtouren und Gletscherrettung an. Ferner nahmen Mitglieder unserer Sektion vor allem in den 1970ern bis 1990ern an Expeditionen teil.

In unserem Materialverleih kannst du neben Wanderführern und -karten, Klettergurte, Klettersteigsets, Eispickel, Steigeisen, Eisgeräte und Kletter(steig)helme / Steinschlaghelme und Gletscherbrillen, ausleihen.

 

PROGRAMM · TOUR DES MONATS · AUSBILDUNG


 

 

hochtour tourdesmonats kurse

 

Bergsteigerinnen und Bergsteiger sind unterwegs:
 

  •  auf anspruchsvollen Bergwanderungen
  • auf leichten und flachen Gletschern
  • auf einfachen kombinierte Touren in Fels und Eis
  • im Fels mit kurzen Passagen bis II. Grad
  • auf Klettersteigen