Berichte

Die Sonne und angenehme Temperaturen im Jahr zog es uns wieder in der ersten Aprilwoche nach Spanien an die Costa Blanca oder auch die Costa Azahar - Orangenküste - genannt.

Dieses Jahr stand nicht nur wandern auf unserem Programm. Nach einer größeren Tagestour verbrachten wir einen Tag in Valencia und ließen uns mit dem Touribus durch die wunderschöne, grüne Stadt chauffieren. In der Hafengegend bewunderten wir außergewöhnliche architektonische Leckerbissen.

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Die anderen fünf Tage verbrachten wir mit sehr abwechslungsreichen Wandertouren. Sie unterschieden sich nicht nur in der Vegetation, sondern auch in den Geländeformen. Von Schlucht bis Gipfel und Steilküste, die mit einer Höhe von 400 Meter sehr beeindruckend ist.

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WANN?

FR/SA | 25-26. NOV | 11.00

Abfahrt Freitag in DON (Schwabenhalle) um 11:00Uhr

WAS?

normale Bergwanderung mit Übernachtung. Insgesamt 1.700 Höhenmeter; ca. 11 Stunden für den Auf- und Abstieg.

BEDINGUNGEN

  • schneefrei im Tal und
  • möglichst keinen Niederschlag

BESCHREIBUNG

FR

Ab Scharnitz mit dem Fahrrad relativ flach 12km am Isarursprung entlang bis zur Kastenalm (wer will kann auch zu Fuß gehen, aber raus der gleiche Weg)

vom "Kasten" zu Fuß weiter bis zum Hallerangerhaus, gemeinsames Kochen und Übernachtung im Winterraum

SA

Aufstieg zur Speckkarspitze über Normalweg, keine besonderen Schwierigkeiten.

Anschließend Abstieg zur Hütte und weiter zu den Fahrrädern an der Kastenalm,

rausrollen bis zum Auto

SCHLECHTWETTERALTERNATIVE 

FR

Von Scharnitz Aufstieg zur bewirtschafteten Pleisenhütte mit Übernachtung

SA 

Aufstieg zur Pleisenspitze, bei miserablem Wetter nur bis zur "Elchhöhle" und Abstieg bis zum Auto

ORGANISATION

Tourenvorschlag von und mit Martin Gambs

ANMELDUNG

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WANDERN ZWISCHEN ORANGENHAINEN UND KARST MIT MEERBLICK

Die Wanderwoche findet zwischen 1. und 8. April 2017 statt. Es werden Tageswanderungen der Kategorie rot und schwarz angeboten, die von Wanderleiter Manne Schurr geführt werden.

Wessen Interesse geweckt wurde, bekommt nähere Informationen bzgl. Abflug und Unterkunft am 17. November um 20 Uhr im AlpinCenter.

 

►Download Flyer

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Sektion Donauwörth am Vernagtgletscher in den Ötztaler Alpen

42 Teilnehmer des Alpenvereins der Sektion Donauwörth konnten sich auf einer Exkursion zum Vernagtgletscher in den Ötztaler Alpen ein umfassendes Bild über den Klimawandel machen.

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Die Gletscher als Thermometer: Wird das Klima langfristig kühler oder niederschlagsreicher, so wachsen sie, wird es dagegen wärmer oder trockener, dann schrumpfen sie.

Zur Geschichte des Vernagtgletschers:

Innerhalb des letzten Jahrhunderts stieß der Vernagtferner noch mehrfach vor, doch seit etwa 1980 hält der Schwund an. Selbst mit bloßem Auge ist das Zurückweichen der Eismassen vom Schwarzkögele, einem kleinen Aussichtsberg oberhalb der Vernagthütte, zu erkennen. In den letzten zwei Jahrzehnten schmolzen pro Jahr etwa zehn Meter Eis ab.

Zur Geschichte des Vernagtgletschers. Der Vernagtferner und der benachbarte Hintereisferner zählen zu den am frühesten erforschten Gletschern der Erde. Der Grund dafür ist, dass der damals wild zerrissene Vernagtferner das Rofener Tal erreichte, sich an der gegenüberliegenden Felswand, der Zwerchwand, aufstaute, und so die Rofener Ache mit einem eisigen Damm absperrte. Hinter diesem Damm aus Eis bildete sich ein Stausee von bis zu 1,5 km Länge, der Rofener Eissee. Über die Jahrhunderte kam es mehrfach zum Durchbruch der aufgestauten Wassermasse. Der letzte katastrophale Gletscherlauf ereignete sich 1843. Es kam zu Verwüstungen  im Venter- und Ötztal, die Flutwelle verursachte selbst noch im Inntal Überschwemmungen.

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Seit 1965 stehen die Forschungen am Vernagtferner unter dem Patronat der Kommission für Glaziologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (KfG der BAdW) in München. Mit der Errichtung einer Abflussmessstelle am Vernagtbach und dem Bau einer Pegelstation im Jahr 1973 wurden die Forschungen am Vernagtferner stark ausgeweitet und vor allem Fragen des Wasserhaushalts in vergletscherten Einzugsgebieten intensiv untersucht. Dies umfasst Messungen von Windstärken und -richtungen, Schnee- und Regenmengen, Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Strahlungsbilanzen.

Die Ausfahrt der AV-Sektion Donauwörth:

Die Teilnehmer reisten in kleinen Gruppen in Vent im Rofental an und stiegen zur Vernagthütte auf, wo man sich am späteren Freitagnachmittag traf. Nach dem Abendessen führte uns Roman Ossner, Student an der Uni Innsbruck und unser Exkursionsleiter,  anhand von Tafeln auf, was uns am kommenden Tag auf der ganztägigen  Gletscherexkursion erwartete.

Für diesen Ausflug benötigte man keine Gletscherausrüstung, sodass alle Teilnehmer  in die einmalige Gletscherwelt eintauchen konnten.  Auf verschiedenen Stationen erläuterte Roman die Besonderheiten des Vernagtferners, die Aufgaben und Tätigkeiten der Glaziologen sowie den drastischen Rückgang der Gletschermassen in den Europäischen Alpen.

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Auf einem großen Monolithen, der dem Ayers Rock in Australien ähnelte, bestaunten wir Schliffspuren, die Steine und Geröll auf der Unterseite der Eismassen, hinterließen. Erschreckend waren die Bäche die das Schmelzwasser auf dem Ferner bildeten, die dann in einer Gletscherspalte verschwanden, um unter dem Eis ins Tal zu strömen.

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Eine weitere Sehenswürdigkeit stellte eine Gletschermühle dar. Sie entsteht durch einen Stein, der vom Wasser kreisförmig gedreht wird und er sich dadurch immer weiter ins Eis eingräbt. Dadurch können durchaus beeindruckende Löcher entstehen.

Vorbei an zwei Messstationen der Glaziologen, eine auf dem Gletscher, die andere auf dem Schwarzkögele, stiegen  wir Richtung Pegelstation ab.       

Dabei wurden wir von einem Sektionsmitglied auf eine weitere Besonderheit hingewiesen.

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Die Entstehung eines Hochmoores, in erstaunlicher Höhe von ca. 2700Meter  – eine Folge des Gletscherrückzuges. Es ist ein fragiles Element der Flora, das nicht betreten werden sollte, da die

Wachstumszeiten in dieser Höhe jahreszeitlich begrenzt und kurz sind. Dadurch kann der menschliche Fußabdruck einiges davon unbedacht zerstören. Ein Hochmoor entsteht durch einen hohen Wasserstand, der eine Belüftung der Bodenoberfläche verhindert, so dass kaum eine Zersetzung der Pflanzenreste erfolgt. Es entsteht Torf. Der Torfkörper wächst über Jahre und Jahrhunderte immer weiter in die Höhe (etwa 1 mm pro Jahr!).

Nach acht lehrreichen Stunden und zurück auf der Hütte verabschiedeten wir uns von Roman Ossner, der uns einen sehr interessanten, unvergesslichen Tag beschert hat – auch in der Vereinsgeschichte der Sektion.

Am Sonntag wurden Wanderungen (Überquerung der Guslarspitzen und Wildes Mannl) und Hochtouren (Fluchtkogel, Vorderer Brochkogel und Wildspitze) auf die umliegenden Gipfel angeboten. Je nach Gusto und Können konnten sich die Teilnehmer einer Tour anschließen. Bei dem guten Wetter konnten alle Touren unfallfrei und zügig durchgeführt werden, sodass die individuelle Heimreise am späteren Nachmittag angetreten werden konnte.

Nachdem sich der Großteil der Gruppe Samstag in der Früh um 5:30 in Donauwörth zusammen gefunden hatte, ging es in Fahrgemeinschaften über Landsberg am Lech und den Reschenpass Richtung Schnalstal (Südtirol).

In Kurzras, dem hintersten Ort des Tales auf 2011 Meter angekommen vervollständigte sich die nun zehn-köpfige Gruppe und marschierte noch teilweise recht verschlafen Richtung Hütte. Nach knapp zwei Stunden haben alle, auch unser barfußlaufender Leiter Ludwig das Rifugio Bella Vista (2842m) erreicht, woraufhin das Tagesziel erreicht war. Im Verlauf des Nachmittags machten wir noch einige Abrutschübungen auf Altschnee, bevor wir die höchste Freiluftsauna Europas erschlossen, welche der Hütte angehörte. Nach dem ausgiebigen Abendessen und einem kurzen Theorieteil zum Thema Spaltenrettung erfreute uns besonders die Geschichte eines unserer Wanderer, der in naher Zukunft mit einem Kamel von Iran nach Deutschland reiten will. An dieser Stelle viel Erfolg für dieses außerordentlich spezielle Vorhaben!

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Nach einem nicht allzu langen Hüttenabend traf man sich im Morgengrauen zum Frühstück ehe es losging Richtung Weißkugel (3738m). Auf dem langen Weg dorthin, am Ende des Tages standen 21 km und 1400 hm zu Buche, benötigten wir zwar keine Steigeisen, übten uns jedoch im Umgang mit dem Pickel, während wir in zwei Seilschaften voranschritten. Kurz unterhalb des Gipfels wurde das Thema Spaltenrettung nochmal praktisch angegangen und in jeweils verschiedenen Rollen durchgespielt. Als dann der zum Teil exponierte Gipfelgrat von allen Teilnahmen gemeistert wurde, stand dem Gipfelglück nichts mehr im Wege und der darauf folgende Abstieg wurde durch die ein oder andere Rutschpartie verkürzt. So konnte nach dem Essen noch auf die Besteigung des dritthöchsten Berges Österreichs angestoßen werden, ehe die meisten aufgrund ihrer schweren Beine doch relativ früh die entspannte Hüttenrunde verließen und zu Bett gingen.

Doch schon in der Früh zeigten sich alle wieder motiviert, um die folgenden Steigeisenübungen in Angriff zu nehmen, und so ging es bei strahlendem Sonnenschein und wolkenfreiem Himmel Richtung Gletscher. Nachdem man einige Stunden gemeinsam, auch über einige kleine Gletscherspalten, aufgestiegen ist, teilte sich die Gruppe auf. Während die einen dem Ruf des Kaiserschmarrens folgen wollten und abstiegen, folgten die anderen dem Ruf der Finailspitze (3514m) und stiegen weiter Richtung Gipfel auf. Oben angelangt erfreuten sich alle an dem überwältigenden Panorama ehe es wieder Richtung Hütte ging und man den Tag gemeinsam ausklingen ließ.

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Am nächsten Morgen stieg man nach einem üppigen Frühstück gemeinsam Richtung Parkplatz ab, woraufhin es Richtung Klettergarten ging, an dem die Selbstrettung geprobt werden solle. Als alles hergerichtet worden war, durfte sich jeder Teilnehmer einmal am „Prusiken und Selbstflaschenzug“ üben, welcher nicht nur relativ kompliziert sondern auch kräfteraubend ist. Nachdem das Programm vorbei war, konnten einige Willige noch ein, zwei Routen durchklettern, ehe es nach einem gemeinsamen Abschiedsessen wieder auf getrennte Wege nach Hause ging.

Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass wir nicht nur leistungstechnisch sondern auch menschlich eine starke Truppe beisammen hatten, in der sich jeder mit jedem gut verstanden hat.

Vielen Dank an den DAV Donauwörth für das Kursangebot, an den Wettergott für keinen einzigen Regentropfen innerhalb der vier Tage, an die feschen Hüttenwirtinnen die uns super bewirtschaftet haben und natürlich an unsere zwei Leiter Ludwig und Christian, die die Verantwortung für uns souverän übernommen haben.

Leonard Färber

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