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Berichte

Bergtouren in der Schobergruppe

Unser Stützpunkt, die Elberfelder Hütte der Sektion Wuppertal, lag inmitten der wild zerklüfteten Schobergruppe südlich des Großglockners.

Der Weg war weit dort hinauf. Gut fünf Stunden Aufstieg waren für manches Schuhwerk zu viel. Aber es hat sich gelohnt. Ruhe liegt über dem Hochtal und die Menschen die hierher kommen, haben auf den langen Zustiegen genügend Zeit, Abstand vom Alltagsstress zu gewinnen.

Das merkte man an einer ausgesprochen familiären Hüttenstimmung und an der Gelassenheit der Wuppertaler Hüttenwarte, die in buddhistischer Gelassenheit gerade an einer Holzterrasse arbeiteten.

Walfische aus Urgestein rund um die Hütte, Lagerfeuerromantik auf 2400m, ein Sherpa-Koch, der schon sieben Mal auf dem Everest stand und ein Bergführer als Hüttenwirt, der mit Herzblut eine wahre Bilderbuchhütte führt und sogar eine atemberaubende Diashow über die Hütte und Nepal zu bieten hatte, brachten uns zum Staunen. Ach ja, wir waren ja eigentlich zum Bergsteigen hier!

Der einsame Rote Knopf mit seinen gut 3200 m Höhe, steilem Anstieg in festem Urgestein und einer kleinen Freiklettereinlage unter dem Gipfel mit prächtiger Aussicht und das Böse Weibl, wieder gut über 3000m, gaben uns die Gelegenheit auf schmalen Wegen die Wildheit und Weite dieser Berggruppe zu genießen. Gisela, unsere Tourenleiterin, hatte da wirklich mit viel Gespür einen besonderen Winkel der Alpen ausgesucht. Nach einem nepalesischen Abschiedsessen mit tibetischen Momos und viel Herzlichkeit ging es auf einem Höhenweg, vorbei an drei Bergseen zurück in die Hadergasse. Nicht die Hadergasse, die ihr jetzt meint! Auch in Heiligenblut am Großglockner gibt es  tatsächlich eine Hadergasse, von der wir uns (Gisela, Conny, Edith, Alexander, Daniel, Bernd, Tom und Werner) zu vier Tagen Einsamkeit aufgemacht haben. (Werner Felkl)