Geschichte Wintersport

Hat Petrus den Brettlhupfern die Freude bereitet und tüchtig von dem weißen Pulver beschert, dann wimmelt es an allen Hängen, von den Kleinsten angefangen, die kaum mit den Brettln fertig werden, aber unbeschwert und hemmungslos im Schuss herunterfahren und weiß bepudert wieder auftauchen, bis zu den Aktiven und Jungmannen, die sich die schärfsten Konkurrenzkämpfe liefern in Abfahrts-, Tor- oder Langlauf, und zu den älteren Semestern, die in Ruhe und zur Erholung ihre Spuren in den jungfräulichen Schnee ziehen.

Broschüre „60 Jahre Sektion Donauwörth“, 1956

Skifahren ab 1924

Bereits 1924 fanden sich die Fans des „weißen Rauschs“ in unserer Sektion zusammen. Die ersten Fahrten wurden in der näheren Umgebung unternommen. Aus Mangel an Bergbahnen und Skiliften waren damals die heutigen Disziplinen Skifahren und Skitouren noch verwurzelt.

1935 fand am Nebelhorn der erste Skikurs mit 26 Teilnehmern statt. Basis war das Edmund-Probst-Haus, eine Seilbahn gab es noch nicht. Im Jahr darauf brach eine zehnköpfige Gruppe zum Kitzbühler Horn auf.

Skigymnastik ab 1936

Zwischen 1936 und 1939 wurde bereits Skigymnastik angeboten. Es kamen regelmäßig zwischen 30 bis 40 Teilnehmer.

skichochtour und skifahren

1948 | Wiederbelebung der Sektion durch Wintersportbegeisterte nach dem zweiten Weltkrieg

Nach dem zweiten Weltkrieg, waren es vor allem die Skifahrer, die die Sektion wieder belebten. Skikurse wurden angeboten und Wettbewerbe (Alfred-Vogel-Gedächtnislauf und die Stadtmeisterschaften im Abfahrts-, und Torlauf) ausgetragen. 1950 trat die Sektion dem Deutschen Skiverband bei, 1956 waren 41 Mitglieder dort angemeldet.

Die heute existierenden drei Disziplinen Skifahren, bzw. Ski alpin, Skitouren und Langlauf kristallisierten sich allmählich heraus.

Die Langlaufabteilung ging in der Saison 1949/1950 aus der Wintersportabteilung hervor. Später kam der Rollskilauf hinzu.

1950er bis 1990er | Wettbewerbe

Skikurse und die Stadtmeisterschaft wurden am „Kalvarienberg“, auf dem „Bock“ bei Harburg und beim "Maggenhof" durchgeführt. Zu den Wettkämpfen meldeten sich bis zu 150 Teilnehmer an.

Zu den Langlaufrennen, die als „Alfred-Vogel-Gedächtnislauf“ in die Geschichte eingingen, kamen bis zu 1.000 Zuschauer.

langlauf trio

Inter(-nationaler) Spitzensport beim Rollski- und Langlauf

Richtige Langlaufpioniere in den 1950er-Jahren waren Gustl Dinger und Johann Obermaier.

Helmut Rattenbacher war zu seiner Zeit im Spitzensport von vielen Allgäuern Rennläufern gefürchtet. Zu dem von ihm in den 1950ern und 1960ern angebotenen Skilanglaufkursen im Skizentrum Hafenreut/Kaisheim meldeten sich bis zu 50 Teilnehmer an.

Charlotte Rattenbacher war das "Stiefkind aus dem Flachland". Sie wurde aufgrund ihrer Leistungen als Jugendläuferin in den DSV-C-Jugend-Kader aufgenommen.

Toni Tsitsos, Helmut Rattenbacher, Klaus Ambrosy, Heinz Hager und Johann Obermaier sind im Langlauf-Seniorenbereich bei nationalen und internationalen Wettbewerben äußerst erfolgreich.

Im Rollskilauf war der unermüdliche Jakob Neubaur so arriviert, dass er vom DSV für zwei Rollski-Weltcups in Italien und Frankreich nominiert wurde.

Auf weit über 20 Weltcup-Nominierungen sowie etliche Starts bei Europa-und Weltmeisterschaften mit einigen Podestplätzen kann Toni Tsitsos während seiner 7-jährigen Zugehörigkeit (1997 bis 2003) zum Deutschen Rollski-Nationalteam in der Alterskategorie Masters II (Jahrgänge über 50) zurückblicken.

Skifahren

In der Wintersportabteilung sind wesentlich drei Personen zu nennen. Karl Bauer, der die Abteilung zwischen 1936 und 1969 leitete. Josef Egger und Hubert Baumgartner waren in der Wintersportabteilung über Jahrzehnte aktiv. Bis ca. 1975 war der DAV Donauwörth bei den Skifahrten im Landkreis tonangebend. In den 1990ern wurde mit der Skiabteilung des VSC Donauwörth und den Brettlrutschern kooperiert.

Bis zur Saison 2014/2015 war die Dreikönigsskifahrt in der Schweiz im Angebot.

Katja Bäcker, Gerlinde Baumgartner und Roland Gruber organisieren die Skifahrten. Die Fahrt nach Südtirol / Dolomiten ist mittlerweile ein Klassiker. In der Saison 2015/2016 wurde erstmals eine Skifahrt nach Höchfügen/Zillertal angeboten.

geschichte 2

Skitouren

Skitouren wurden in den 1990ern von Gunther Kammel und Rudi Schiedermaier angeboten. Heute koordiniert die beliebte Abteilung Ludwig Koch. Es werden nicht nur Skitouren durchgeführt, besonderer Fokus liegt auf Kursen, Trainings und der Aus- und Fortbildung.

geschichte

2010er | Langlaufwettbewerbe

Die Tradition des Alfred-Vogel-Gedächtnislaufes wird fortgesetzt. Wenn es die Schneelage erlaubt organisiert das Team um Siggi Mugrauer und Toni Tsitsos im Skizentrum Hafenreut/Kaisheim Wettbewerbe . So fanden in den 2010ern bereits der 1. Donauwörther Skiathlon, der 1. Donauwörther Skating-Sprint und der Freistil Langlauf Event statt.

Fitness- und Skigymnastik

Die 1936 erstmals durchgeführte Ski- und Fitnessgymnastik erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Sabine Blank koordiniert drei Trainerinnen. Dies sorgt für viel Abwechslung bei den Übungen. In der Saison 2015/2016 nahmen bis zu 60 Personen teil.

Wintersportbazar

Die Wintersportabteilung bietet zudem den beliebten Wintersportbazar im November an. Das Skimaterial wird durch unser fachkundiges Personal geprüft, entgegengenommen und zum Verkauf angeboten.

Quellen

  • Broschüre „60 Jahre Sektion Donauwörth“, Sektion Donauwörth des Deutschen Alpenvereins e. V., 1956
  • Broschüre „Alpenverein Donauwörth 1896 – 1971“, Sektion Donauwörth des Deutschen Alpenvereins e. V., 1971
  • Broschüre "1896 - 1996 - 100 Jahre Sektion Donauwörth Deutscher Alpenverein", Sektion Donauwörth des Deutschen Alpenvereins e. V., 1996
  • Erinnerungen von Toni Tsitsos, März 2016
  • Bericht "Drei Donauwörthern mit Skiern auf den Spuren des König Ludwigs", Donauwörther Zeitung, Februar 1980
  • 44. Ski Meeting Interbancario Europeo Moena/Italien, Januar 2004