BERGSPORT

Regeln für Indoorklettern -und bouldern in Zeiten des Coronavirus

Klettern ist ein kontaktloser Individualsport und bringt deshalb sehr gute Voraussetzungen dafür mit, unter Coronabedingungen ausgeübt zu werden.

Bouldern ist alleine möglich, Seilklettern zu zweit. Künstliche Kletteranlagen geben allerdings räumliche Grenzen vor.

Die entsprechende Nutzungsdichte ist in normalen Zeiten kein Problem; in Coronazeiten sind die vielen Kletterbegeisterten für die Betreiber allerdings eine Herausforderung. „Deshalb haben wir eine Expertengruppe eingesetzt, die die Regeln zur behutsamen Wiedereröffnung der Kletteranlagen erarbeitet hat,“ sagt DAV-Geschäftsbereichsleiter Bergsport Dr. Wolfgang Wabel. „Die Regeln sind in enger Zusammenarbeit mit dem DOSB entstanden.

Oberstes Ziel ist es, einen behutsamen und verantwortungsvollen Wiedereinstieg des Sportbetriebs zu gewährleisten. Damit leisten wir einen Beitrag zur Bewältigung der Krise, denn der Klettersport ist gesund und wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus.“

REGELN KLETTERHALLE DONAUWÖRTH


Abstand halten

Der Zugang zu den Anlagen wird beschränkt, alle Sportlerinnen und Sportler werden erfasst.

Beim Seilklettern darf nur jede zweite Sicherungslinie genutzt werden, gleichzeitig sind nur so viele Menschen vor Ort erlaubt, wie es Sicherungslinien gibt. Im Boulderbereich darf sich nur eine Person pro zehn Quadratmeter aufhalten.

Es gilt das für alle Sportarten übliche Abstandsgebot von zwei Metern. Klettersportspezifische Abläufe wie der Partnercheck müssen entsprechend mit Abstand erfolgen oder wie beim Spotten ganz entfallen.

Die Abstandsregeln gelten selbstverständlich auch für alle anderen Abläufe in Kletteranlagen, sei es beim Check-in, beim Check-out oder beim Aufenthalt an den Kletter- und Boulderwänden. Von den Abstandsregeln ausgenommen sind wie überall sonst auch die Mitglieder einer häuslichen Gemeinschaft.

Hygieneregeln beachten

Zunächst gelten die allgemein bekannten Hygienemaßnahmen – also zum Beispiel häufiges Händewaschen, Verzicht auf Händeschütteln, Husten in die Armbeuge oder zuhause bleiben bei Krankheitssymptomen. 

Darüber hinaus greifen sportartspezifische Regeln. Also etwa: Nur das eigene Equipment nutzen, Magnesia und darüber hinaus Liquid Chalk verwenden. Beides wirkt virenabtötend, eine zusätzlich Handdesinfektion ist dadurch gewährleistet.

  Klettern und Bouldern in Zeiten des Coronavirus

KOMPAKT - Alle Regeln der Kletterhalle Donauwörth

  • Abstandsgebot Es gilt überall 2 m Abstand einzuhalten. Bitte vermeidet Ansammlungen, insbesondere beim Check-In. Um die geforderten 2 m Abstand beim Klettern einzuhalten, muss zur nächsten Seilschaft eine Linie Abstand gehalten werden. Deshalb wird die Anzahl der Kletterer derzeit auf 30 begrenzt. Bitte habt Verständnis, dass Begleitpersonen vorerst nicht mit dürfen.
  • Information aktuelle Hallenbelegung Es dürfen max. 30 Kletterer in die Halle. Die aktuelle Anzahl der Kletterer in der Anlage wird auf unserer Webseite angezeigt. Ihr könnt ihr euch auch gerne unter 09 06 / 999 97 08 0 telefonisch informieren.
  • Zweierseilschaft Geklettert werden darf ausschließlich in fester Zweierseilschaft, ohne wechselnde Partner. Eine Gruppenbildung innerhalb des Gebäudes ist untersagt.
  • Mund-Nasen-Schutz Beim Einchecken und in den Toiletten müsst ihr einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bei der Sportausübung (Klettern und Sichern) darf er abgenommen werden.
  • Umkleiden, Duschen, WCs Die Umkleiden und Duschen sind bis auf weiteres geschlossen. Die WCs sind geöffnet.
  • Hygienemaßnahmen Die Handwaschbecken in den Toiletten sind zugänglich. Bitte wascht euch vor dem Klettern die Hände. Wir empfehlen auch die Nutzung von Liquidchalk, der eine desinfizierende Wirkung hat. Beim Clippen sollte das Seil nicht in den Mund genommen werden.
  • Essen und Trinken Im Thekenbereich gibt es Getränke und Snacks. Hier könnt ihr auch mit Abstand ohne Maske sitzen.
  • Nachverfolgbarkeit Alle Besucher der Kletterhalle müssen ab sofort beim Check-in ihre Kontaktdaten hinterlassen. Dies dient der Nachverfolgbarkeit bzw. Kontaktaufnahme im Falle einer Corona-Infektion. Wir sind verpflichtet die Kontaktdaten einer Person pro Hausstand in einer 2er-Seilschaft oder jedes Einzelbesuchers (zum Bouldern) aufzunehmen.
  • Bei Krankheitsanzeichen – bitte zu Hause bleiben Außerdem möchten wir euch bitten bei Erkältungs- oder anderen Krankheitsanzeichen auf einen Besuch in der Kletterhalle zu verzichten. Sollte ein Besucher der Halle im Nachhinein Symptome entwickeln, sollte ein Arzt kontaktiert und das Umfeld informiert werden.
  • Ein Appell der Fairness Wir begrenzen die Kletterzeit bisher nicht. Bitte dehnt eure Aktivitäten nicht unnötig aus und ermöglicht damit auch weiteren Besuchern den Eintritt. Bitte achtet auf einen fairen Tausch der Sicherungslinien, damit alle auf ihre Kosten kommen.

Ein sicheres Miteinander kann nur gewährleistet werden, wenn sich alle an die aufgestellten Regeln halten. Bitte achtet auf euch und andere, verhaltet euch vorbildlich und ermöglicht uns allen diesen behutsamen Schritt in Richtung Normalität.

Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Start. Bei diesem dynamischen Prozess wird es voraussichtlich immer wieder Veränderungen geben. Wir informieren Euch laufend auf unserer Homepage und sonstigen Kommunikationskanälen.

Stand: 10. Juni 2020, Änderungen vorbehalten.

Umfangreiche Vorkehrungen bei den Kletteranlagen

Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wird durch das Hallenpersonal überprüft.

Das Personal selbst wird im Vorfeld zu allen organisatorischen und hygienischen Maßnahmen geschult.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch Aushänge, Aufsteller und digitale Kommunikation über alle Regeln informiert. Darüber hinaus müssen die Betreiber viele weitere Vorkehrungen treffen. So müssen zum Beispiel die Buchungssysteme so angepasst werden, dass die Höchstzahl der anwesenden Kletterinnen und Kletterer nicht überschritten wird.

Außerdem sind im Kassenbereich Plexiglasscheiben anzubringen, wie sie aus den Supermärkten bekannt sind. Es besteht kein Zweifel: Die Vorgaben und Regeln für die Aktiven sowie für das Personal und die Betreiber sind umfangreich und stellen eine große Herausforderung dar.

Ein verantwortungsvoller Kletteranlagenbetrieb, der die Belange der Gesundheitsprävention und des Arbeitsschutzes im Auge hat, ist anders aber nicht möglich. DAV-Vizepräsidentin Burgi Beste: „Wir sind überzeugt, dass die Verantwortlichen in den Sektionen und Kletterhallen diesen behutsamen Wiedereinstieg sehr gut meistern werden. Denn alle sind hochmotiviert und haben gleichzeitig die gesellschaftliche Verantwortung im Blick.“

Hinweis

Zusätzlich zu diesen Regeln gelten natürlich die allgemeinen DAV-Empfehlungen zum Kletter- und Bouldersport:

KLETTERN, BOULDERN; PLAISIERKLETTERN

Quelle

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