+++ KLETTERHALLE, GESCHÄFTSSTELLE, MATERIALAUSGABE UND BIERGARTEN SIND WIEDER OFFEN +++ TOURENTEILNEHMER WERDEN INDIVIDUELL INFORMIERT +++ Bleibe gesund! +++
Previous Next

DAV Donauwörth ist "Pate der Nacht"

paten-der-nacht.de ist eine Initiative zur Eindämmung der Lichtverschmutzung in Deutschland. Diese überparteiliche Vereinigung wird getragen von ehrenamtlich tätigen Team-Mitgliedern, die in ganz Deutschland ansässig sind.

Die notwendige Fachkompetenz wird über ein breit gefächertes Expertennetzwerk generiert, in das wir integriert sind. Unser Motto: „Licht aus. Nacht an.“

Es wird heller und heller

Die Zunahme der Lichtverschmutzung ist besorgniserregend. Und sie nimmt auch immer weiter zu. Nämlich:

  • weltweit um ca. 2 bis 3 Prozent pro Jahr

  • europaweit um ca. 5 bis 6 Prozent pro Jahr

Unser Statement

Claudia Reichenbacher (1. Vorstand der Sektion): „Als Bergsteiger schauen wir öfter mal von oben drauf. Mit Einbruch der Dunkelheit gehen im Tal zahllose Lichtpunkte an. Das Lichtermeer macht die Nacht zum Tag. Dies stimmt nachdenklich. Der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus wurde im Zuge der Evolution zum Taktgeber des Lebens. Das Ausmaß der heutigen Lichtverschmutzung stört viele sensible Gleichgewichte. Dies tut weder dem Menschen noch seiner Umwelt gut. Die DAV Sektion Donauwörth möchte mit seinem Engagement zur Bewusstmachung des Problems beitragen.“

Weiter Infos

 

Alpenplan

1972 wurde der sogenannte Alpenplan als vorgezogener Teilabschnitt des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP) erlassen und bei Inkrafttreten des LEP 1976 als Abschnitt Erholungslandschaft Alpen in dieses übernommen. Der Alpenplan wurde als vorbeugendes Konzept zur Verhinderung von Übererschließung, zur Sicherung des Naturraumes, zur Verminderung des Gefahrenpotenzials durch Lawinen und Erosion und zur Sicherung des Gebietes für die Erholung aufgestellt. Zur Verwirklichung dieser Ziele ist der bayerische Alpenraum in drei Zonen eingeteilt, die je nach Art unterschiedliche Infrastrukturmaßnahmen erlauben oder untersagen

Der Alpenplan unterscheidet drei verschiedene Zonen: In der striktesten Schutzkategorie, der Zone C (42 % des bayer. Alpenraumes) sind neue Verkehrserschließungen mit Ausnahme notwendiger landeskultureller Maßnahmen (z. B. Alm- und Forstwege) unzulässig. In der Zone B (23 % des bayer. Alpenraums) sind Verkehrserschließungen nur unter Berücksichtigung eines strengen Maßstabs möglich. In der Zone A (35 % des bayer. Alpenraums) ist die Errichtung weiterer Erschließungsanlagen grundsätzlich möglich. Allerdings sind die raumbedeutsamen Vorhaben auch in der Zone A auf ihre Raum- und Umweltverträglichkeit zu überprüfen.

Landesentwicklungsprogramm LEP und Landesentwicklungsplan

Als Landesentwicklungsprogramm oder auch Landesraumentwicklungsprogramm (kurz LEP) und der Landesentwicklungsplan, in manchen Ländern auch das Landesraumordnungsprogramm, werden in den deutschen Bundesländern Festlegungen zur Raumordnung auf Landesebene bezeichnet. Sie sind die wichtigsten Instrumente der Landesplanung.

Das Landesentwicklungsprogramm Bayern ist das querschnittsorientierte Zukunftskonzept der Bayerischen Staatsregierung. Zuständig ist seit Oktober 2013 das Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Im LEP sind die für die räumliche Ordnung und Entwicklung Bayerns wichtigen Grundsätze und Ziele festgelegt, etwa in Gestalt von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten. Das Landesentwicklungsprogramm wurde 1976 erstmals aufgestellt. Das aktuelle LEP ist am 1. September 2013 in Kraft getreten. Das nächste LEP soll Kommunen mehr Freiheiten zur Gewerbeansiedlung geben und die Stromtrassenfestlegung einengen.

Seit über 30 Jahren ist das LEP Grundlage und Richtschnur für die räumliche Entwicklung des Freistaats. Es stellt ein wesentliches Instrument zur Verwirklichung des Leitziels bayerischer Landesentwicklungspolitik dar: Die Erhaltung und Schaffung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen Landesteilen.

CIPRA

Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA – französisch für "Commission Internationale pour la Protection des Alpes"  bringt   seit  ihrer Gründung 1952 Menschen und Organisationen über sprachliche, kulturelle, geografische und politische Grenzen hinweg zusammen, die sich für die nachhaltige Entwicklung in den Alpen einsetzen, seit 1975 als Dachorganisation. Ihre Mitglieder sind über 100 Verbände, Organisationen und Personen. Vertreten ist die CIPRA in Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Österreich, Schweiz, Slowenien und Südtirol.

CIPRA Deutschland ist der Dachverband von Verbänden , Vereinen und fördernden Mitgliedern, die sich für eine nachhaltige Entwicklung des deutschen Alpenraumes einsetzen.

CIPRA-Verbände Deutschland

Anerkannte Naturschutzverbände Bayerns

Quellen

Previous Next

Naturschutz im DAV

Bereits 1880 war der DAV um die Forschung der Ursachen für Waldschäden bemüht. 1927 verankerte der Alpenverein den Schutz von Natur und Landschaft in seiner Satzung. Der Naturschutz nimmt im DAV seit den 1950er Jahren eine stetig wachsende Rolle ein. 1958 beschloss die Hauptversammlung des DAVs, das jede Sektion einen Naturschutzreferenten zu bestellen habe und das auf den Bau von neuen Hütten im deutschen Alpenraum verzichtet wird. 1977 wurde vom DAV das "Grundsatzprogramm zum Schutz des Alpenraums" verabschiedet und damit die Bekenntnis zum Umweltschutz. Seit 1984 ist der Deutsche Alpenverein e. V. anerkannter Naturschutzverband in Bayern, seit 2005 auf Bundesebene.

Eckdaten DAV Donauwörth

Zwischen 1958 bis 1974 war in Naturschutzbelangen der Wanderwart zuständig. 1973 wurde der Beschluss gefasst, sich beim Naturschutz nicht nur auf das Alpengebiet zu beschränken. 1975 wurde ein eigenständiger Naturschutzreferent bestellt, der ab 1994 Mitglied des Vorstandes ist.

Anfangs wurden botanische und ornithologische Exkursionen und Vorträge angeboten.

1974 | Märzenbecher - Streifen

Märzenbecher (Leucojum vernum) kommen in der Natur in Auen- und Laubmischwäldern vor. Mitte der Siebziger Jahre nahm das Pflücken so überhand, dass Sammel-Erlaubnisscheine ausgegeben und an Wochenenden durch Märzenbecher-Streifen die Einhaltung der Sammelerlaubnis geprüft wurden.

Der DAV beteiligte sich 1974 an den Kontrollen und konnte 1975 in Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe Donau-Ries BUND Naturschutz in Bayern e.V. per Antrag bewirken, dass keine Sammel-Erlaubnisscheine mehr ausgegeben werden. Schließlich wurde die Pflanze auf der Roten Liste Bayerns in der Kategorie "gefährdet" aufgenommen.

1980er Jahre | Gewässerschutz und Müllsammelaktionen

1984 wurde in Kooperation mit der Kreisgruppe Donau-Ries BUND Naturschutz in Bayern e.V. eine Gewässerschutzgruppe gegründet. An 16 Gewässern (Bächen und Baggerseen) wurden regelmäßig Proben entnommen und die Wasserqualität im Hinblick auf Eutrophierung geprüft (Temperatur, pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Nitrat, Ammonium und Phosphat).

Die Jugend hat in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzreferenten Müllsammelaktionen entlang von Bachläufen (Kaibach, Lochbach), in Waldstücken, Höhlen und Fledermauskellern durchgeführt.

geschichte biotop hirschkaefer umweltaktion

1990er Jahre | Baumpflanzungen, Anlage von Feuchtbiotopen und Fledermausschutz

Im Zuge der Erbauung des Edelweißweges wurden 1993 im Stadtwald zwei Feuchtbiotope angelegt und bis 1995 entlang des Weges heimische Baumarten gepflanzt.

1992 | Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Donau-Ries

1992 wandte sich Carmen Liegl von der Koordinationsstelle für Fledermausschutz Südbayern an die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises und bat um die Nennung von im Fledermausschutz tätigen Personen.

Fortan war die Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Donau-Ries geboren. In Kooperation mit der Kreisgruppe Donau-Ries BUND Naturschutz in Bayern e.V., dem Rieser Naturschutzvereines und der Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried, sowie dem SpeleoClub ANDON wird die Arbeitsgemeinschaft bis 1993 von Rudi Schubert (Kreisgruppe Donau-Ries BUND Naturschutz in Bayern e.V.) und ab 1994 von unserem Naturschutzreferenten Gustav Dinger koordiniert.

Es werden Nistkästen aufgehängt und kontrolliert, Ausflugszählungen durchgeführt, Exkursionen unternommen und Facharbeiten betreut. Ferner gibt es einen Fledermausnotruf für den Landkreis Donau-Ries.

Die Arbeitsgemeinschaft organisiert und beteiligt sich an Projekten. U. a. wurde 1999 der erste Fledermausdetektor-Workshop Bayerns abgehalten.

argeflema2

2002 | Natur- und kulturkundlicher Wanderführer Hinterhornbach

2002 wurde nach achtjähriger Recherchezeit der Natur- und kulturkundliche Wanderführer Hinterhornbach von Gustav und Georg Dinger veröffentlicht.

In diesem Buch sind sieben Tourenschläge für Hinterhornbach mit unterschiedlichen Gehzeiten und Schwierigkeitsgraden beschrieben, sowie das jahreszeitabhängige Vorkommen der 26 Pflanzengesellschaften Hinterhornbachs in Wort und Bild dargestellt. Umfangreiches Kartenmaterial und 173 meist farbige Abbildungen runden das 215-seitige Werk ab.

natur und kulturkundl wanderfuehrer hhb

2008 und 2009 | Aktionen im Stadtwald Donauwörth

2008 wurde ein Hirschkäfermeiler im Stadtwald gebaut, 2009 wurden die beiden Feuchtbiotope gepflegt.

2013 bis 2015 | Untersuchung Einfluss von Digitalfunk auf Fledermäuse

Unter BOS-Funk wird der nichtöffentliche mobile Landfunkdienst in Deutschland, der von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) verwendet wird, bezeichnet. Im Stadtwald Donauwörth wurde 2014 eine digitale BOS-Anlage in Betrieb genommen. Ziel der Untersuchung war es, den Einfluss des digitalen BOS-Funkes im Hinblick auf die Fledermausaktivität zu untersuchen.

In dem europaweit einzigartigen Forschungsprojekt sind insgesamt 19.500 Fledermausrufe aufgezeichnet und ausgewertet worden.

Das Vorkommen von vier neuen Arten konnte durch die Untersuchung im Stadtwald Donauwörth bestätigt werden. Mit 17 Fledermausarten ist der Stadtwald Donauwörth damit bayernweit der Wald mit den meisten nachgewiesenen Fledermausarten.

Es wurde zwar einerseits ein Aktivitätsrückgang im Umfeld des Sendemastes festgestellt, andererseits scheinen die Rückgänge nicht signifikant zu sein.

2010er | Wildkatzenprojekt, Fledermäuse im Hochgebirge

2015 hat sich der DAV an dem "Wildkatzenprojekt" des Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe Donau-Ries BUND Naturschutz in Bayern e.V. beteiligt.

Ebenfalls 2015 wurde begonnen, Untersuchungen über das Vorkommen von Fledermäusen in den hochgelegenen Gebieten Hinterhornbachs, durchzuführen.

batdetektor hhb

Ehrungen für Gustav Dinger

Für sein Fledermausengagement hat Gustav Dinger die Auszeichnungen „Grüner Engel“ (2013) und „Fledermäuse willkommen“ (2016) vom STMUV verliehen bekommen.

1975 bis HEUTE | Naturschutzwarte und -referenten

1975 - 1981    Dietmar Neuber
1982 - 1984    Gustl Dinger (kommissarisch)
1985 - 1987    Gustl Dinger
1988 - 1993    Armin Schuster
ab 1994 Gustav Dinger

Quellen

Nachdem zur Fledermausaktivität im Hochgebirge nur verhältnismäßig wenig Daten vorliegen, wollen wir durch unsere Mitarbeit zu einer Verbesserung des Kenntnisstandes unseren (kleinen)Teil beitragen.
 
Geplant ist, (vor allem) im Arbeitsgebiet der Alpenvereinssektion Donauwörth Lautaufnahmen zu erheben und diese für die Auswertung den entsprechenden Stellen zur Verfügung zu stellen. Geplant ist, u.a. Fledermausrufe über einen längeren Zeitraum und in verschiedenen Höhenstufen zu erfassen.
 
Nach ersten Testaufnahmen in 2014 wurde im Sommer 2015 ein Lautaufzeichnungsgerät mit Solarmodul  (batcorder 3.1) in der Nähe unseres Weges zur Schönecker Scharte auf ca. 1730 m NN ausgebracht und erste Aufnahmen gemacht.
 
Vom 21.08.2015 bis 30.08.2015 zeichneten wir 78 Rufsequenzen auf. Bei der Auswertung durch Dr. Andreas Zahn (Koordinationsstelle für Fledermausschutz) konnten Rufe von Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus), Nordfledermaus(Eptesicus nilssonii) und Myotis-Laute (darunter sehr sicher Fransenfledermaus (Myotis nattereri)) identifiziert werden.
 
Das Projekt soll an verschiedenen Standorten fortgesetzt werden.

Hintergrund

Unter BOS-Funk wird der nichtöffentliche mobile Landfunkdienst in Deutschland, der von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) verwendet wird, bezeichnet. Im Stadtwald Donauwörth wurde 2014 eine digitale BOS-Anlage in Betrieb genommen.

Ziel der Untersuchung ist es, den Einfluss des BOS-Funkes im Hinblick auf die Fledermausaktivität zu untersuchen.

Offizielle Projtekbeschreibung

Initiative, sowie Unterstützung bei Planung und Durchführung bei „Vergleichende Untersuchung der Auswirkungen der von einer BOS-Sendeanlage ausgehenden elektromagnetischen Feldstärke (EMF) auf die Fledermausaktivität“

Durchführung

In dem europaweit einzigartigen Forschungsprojekt wurden vor Inbetriebnahme der BOS-Sendeanlage im Jahr 2013 und nach Inbetriebnahme im Jahr 2014 insgesamt 19.500 einzelne Fledermausrufe aufgezeichnet.

Mit Einsatz eines Teleskopgittermastes mit aufgesetzter Teleskop-Carbonstange (GH ca. 40 m) wurde bzw. wird mittels Batcorder in verschiedenen Höhen und Abständen die Fledermausaktivität aufgezeichnet. Durchgeführt wurden die Aufzeichnungen vor (2013) und nach (2014) Inbetriebnahme des Sendemastes.

Zudem wurde an den Messpunkten jeweils die Elektromagnetische Feldstärke in V/m gemessen und aufgezeichnet. Ermittelt wird, ob die von der BOS-Anlage ausgehende elektromatische Feldstärke Auswirkung auf die Fledermausaktivität hat.

Ergebnisse

Vier neue Arten konnten im Stadtwald Donauwörth nachgewiesen werden. Erstmals in Donau-Ries gelang der Nachweis des Vorkommens der Mopsfledermaus.

 

  • 17 Fledermausarten sind nun im Stadtwald Donauwörth nachgewiesen
  • Vier neue Arten kamen hinzu (Breitflügel-, Nord-, Zweifarb- und Mopsfledermaus)
  • die Mopsfledermaus ist damit die 18. in Donau-Ries nachgewiesene Art

 

Seit 7. September 2015 liegt die Auswertung der Untersuchung vor. Es wurde zwar einerseits ein Aktivitätsrückgang im Umfeld des Sendemastes festgestellt, andererseits scheinen die Rückgänge nicht signifikant zu sein.

►Download Zusammenfassung des Untersuchungsberichtes

►Download kompletter Untersuchungsbericht

Unterstützung und Presse

Der Freistaat beteilgt sich an der Studie mit einem fünfstelligen Betrag.

U. a. haben der Bayerische Rundfunk und die Augsburger Allgemeine über das Projekt berichtet.

Video Aufstellen Teleskopgittermast und Anbringung Batdetektor

Auflösung bis 1.080 Pixel

Quellen

 
fledermaus und feldstaerke