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Messungen TU München

Bewegungsmessungen der TU München, Juli 2015

Es werden Bewegungsmessungen durch die TU München am Hochvogel durchgeführt.

Die aktuellen Ergebnisse beschreiben, dass sich im Gipfelbereich des Hochvogel einiges tut. Seit dem vergangenen Herbst ist der Hauptriss um 5cm gewachsen. Wächst der Riss weiter, ist damit zu rechnen, dass 10.000 Kubikmeter Felsmasse die Südwand und damit auf den Bäumenheimer Weg herabstürzen könnten.

Prof. Dr. Krautblatter möchte kontinuierliche Messungen der Bewegungen am Berg durchführen. Nur dann könnte man einige Tage im Voraus eine Vorhersage treffen: Wenn der Riss mehrere Zentimeter oder mehrere Dezimeter pro Tag wächst, wird es gefährlich. Ein Antrag für eine digitale Messanlage am Hochvogel liegt deshalb bei den Behörden in Bayern und Tirol.

Prüfung der Landesgeologie Tirol, November 2016

Die Spalten am Hochvogel werden immer größer und reichen viele „Meterzehner“ ins Berginnere, das in Auflösung besteht. Heißel und Kollege Thomas Figl prüfen nun die Möglichkeit von Messungen im Bereich der Gipfelspalte. Allerdings im gesicherten Wissen, dass gesicherte „alarmfähige“ Prognosen nicht möglich sein werden. Auf der Homepage des Wegehalters DAV Donauwörth werde nämlich auf solch eine Möglichkeit seitens der TU München verwiesen. Heißel: „Wer so etwas sagt, dem ist gar nicht bewusst, dass die Leute, die diese Messungen machen (sollten), sich in absoluter Lebensgefahr befinden würden. Solche Meldungen werden außerdem Bergsteiger ermuntern, den gesperrten Bäumenheimer Weg weiter zu begehen, in der Meinung, dass eine Warnung mehrere Tage im Voraus ja erfolgen würde. Das ist aber völlig unmöglich.“

Statement DAV Donauwörth, Juli 2017

Die TU München spricht von einer digitalen Messanlage am Hochvogel mit dem Ziel die seit Jahrzehnten bekannte Aufweitung der Gipfelspalte beobachten zu können. Die Sicherheit hat bei uns oberste Priorität. Wenn wissenschaftliche Messungen die Aufweitungsprozesse erfassen, bleibt der Weg trotzdem dauerhaft gesperrt, da bei einer Begehung jederzeit absolute Lebensgefahr besteht!!

Weitere Informationen

Quellen

  • Email von Mag.Thomas Figl, Amt der Tiroler Landesregierung, 23.07.2015
  • Telefonat mit Prof. Dr. rer. nat. Krautblatter, TU München, 27.07.2015
  • Bericht "Einsturzgefähredeter Gipfel", BR online, 07.09.2015
  • Bericht "Der Hochvogel wirft ganze "Hochhäuser" ab", Tiroler Tageszeitung, 04.11.2016, Aufgerufen: 22.07.2017