Schönalmjoch
Schneeschuhtour in Zeiten des Umbruchs
In Hinterriß ging es los. Unten duftete es nach Frühling, in den Hochlagen ist noch Winter.
Zunächst galt: Alles im grünen Bereich - Wir nahmen aber vorsorglich die Schneeschuhe mit.
Die ersten paar hundert Höhenmeter läuft man sich auf der Forststraße warm. Es folgt ein Aufstieg im Wald.
In den Vortagen hatte ein Wintereinbruch etwas Schnee gebracht. Bei frühlingshaften Temperaturen tropfte es nun von den Bäumen, dazu erklang munteres Vogelgezwitscher. Wir waren in einer einsamen Landschaft teils weglos unterwegs.
Die Bewegung, die Anstrengung, das draußen unterwegs sein ist immer schön. Nichts anderes zu tun, als nur bergauf zu stapfen, die Schönheit des Augenblickes zu genießen, das ist für den einen oder anderen Therapie aus der Naturapotheke.
Die Spannung der TdM liegt immer wieder in der Balance zwischen dem, was schon und dem, was noch nicht geht. Es ist wie im richtigen Leben: Manchmal ist es zu früh, mal ist es zu spät und manchmal ist es eben genau jetzt.
Der Ausflug in den Vorkarwendel bescherte intensives Bergerlebnis. Und hier das Rezept, also man nehme: eine Gruppe robuster Berggeher, einen passenden Gipfel, garniert das Ganze durch eine frisch eingescheite Kulisse, einen Tag mit stimmungsvollem Wetterwechsel und als Finale ein strahlendes Dauerblau.
Frei nach Hermann Magerer, dem Begründer der Sendung Bergauf-Berg ab gilt: „Kleine Berge hören auf, wenn es am schönsten ist. Sie lassen keinen Heroismus aufkommen, fördern stattdessen den Idealismus und gesünder sind sie auch."
Resümee: Eine rundum gelungene Tour, der krönende Abschluss des Winters.